Johann König


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"Seinem Traum folgen, auch wenn das Ziel zunächst unerreichbar erscheint"


Johann König wurde in Köln geboren und ist deutscher Galerist und Gründer der KÖNIG GALERIE in Berlin. Er wurde als Sohn der Illustratorin und Schauspielerin Edda Köchl-König und des Kunstprofessors und Kurators Kasper König geboren.Bei einem Unfall verlor Johann König 1992 im Alter von 11 Jahren einen Großteil seines Augenlichts und hatte nur noch 5% seiner Sehstärke. Schon als Kind hatte Johann König durch seinen familiären Hintergrund einen starken Bezug zur Kunstszene. Doch früh damit in Kontakt stehend, so lehnt der junge König diese Szene zunächst ab. Erst durch seinen Kunstlehrer im Alter von 14 Jahren, wurde das Interesse des Jungen für die Kunst geweckt, welches bis heute besteht.

2002 gründete Johann König eine Galerie für zeitgenössische Kunst in Berlin. Er realisierte Ausstellungen von später international etablierten Künstlern wie Tue Greenfort, Jeppe Hein, Annette Kelm, Michael Sailstorfer, David Zink Yi oder Tatiana Trouvé.. 2012 pachtete König vom Erzbistum Berlin das Gemeindezentrum St. Agnes in Berlin-Kreuzberg für 99 Jahre. Nach einer Sanierung nutzt Johann König den Kirchenraum für Ausstellungen seiner Galerie. Nicht nur durch seinen biografischen Hintergrund sorgte Johann König 2002 mit der Gründung seiner Berliner Galerie für zeitgenössische Kunst für große Aufmerksamkeit. Deutlich vor dem Boom Berlins als einer der weltweit wichtigsten und progressivsten Galeriestandorte realisierte er wegweisende Ausstellungen von aufstrebenden und später international etablierten Künstlern meist jüngerer Generation.


 

"Auch der normale Sehende steht oft wie ein Blinder vor der Kunst" - Kunstlehrer König's

 


Rezeption

Johann König ist seit 2003 kontinuierlich bei den großen internationalen Kunstmessen wie der Art Basel in Basel und Miami Beach, der Frieze Art Fair in London und New York, der Foire internationale d’art contemporain (FIAC) in Paris u.a. vertreten. Nicht nur dort vermittelt er erfolgreich Arbeiten seiner Galeriekünstler an eine Vielzahl privater und öffentlicher Sammlungen, darunter etwa jene des Museum of Modern Art, New York und der Guggenheim Foundation. Die vertretenen Künstler haben weltweit institutionelle Einzelausstellungen und sind an Gruppenausstellungen wie der documenta, der Biennale in Venedig, der Berlin Biennale u.a. beteiligt. Sie erhielten wichtige Preise und öffentliche Aufträge, etwa zu Kunst-am-Bau-Projekten.

Auszeichnungen

Seit 2009 ist Johann König als Galerist jährlich in der „Power-100-List" der englischen Zeitschrift Art Review vertreten (2009: Platz 88, 2010: Platz 84, 2011: Platz 96), nachdem er zusammen mit seinem Vater und Onkel bereits 2005 auf Platz 27 gelistet war.

In der 2008 von der italienischen Zeitschrift Flash Art International durchgeführten Künstlerbefragung nach den 100 international wichtigsten Galerien wurde Johann König auf Platz 14 gewählt.

2011 erhielt Johann König zusammen mit der britischen Künstlerin Helen Marten für deren Einzelpräsentation auf seinem Messestand bei der Pariser Kunstmesse FIAC den Prix Lafayette. 2016 wurden Lena und Johann König mit dem Architekturpreis Berlin ausgezeichnet.